Baufinanzierung

Eine Baufinanzierung kann nicht nur bei einem Neubau oder generell bei einem Hauskauf beantragt werden. Auch wenn Modernisierungen, Sanierungen oder sonstige Umbauten geplant sind, kann eine Baufinanzierung in Anspruch genommen werden. Der Antrag dazu ist einfach bei uns online einzureichen und wird nach Erhalt diskret geprüft.

Baufinanzierung beantragen

Die Baufinanzierung nutzt man in der Regel für den Neubau eines Einfamilienhauses zur Eigennutzung oder einer beliebigen Immobilie, die man vermieten möchte, um sich durch Immobilieneigentum Vermögen zu bilden. Bei Baufinanzierungen unterscheidet man zwischen Bauvorhaben, die man selbst durchführen möchte und die einzelnen Gewerke auch selbst vergibt und der Baufinanzierung, die man beantragt wenn man einen Generalunternehmer beauftragt, der die vollständige Bauabwicklung übernimmt.


Rechner für Baufinanzierungen
Baufinanzierung Kreditrechner.xls
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Wann lohnt die Finanzierung eines Neubaus?

Oft werden Baufinanzierungen genutzt, wenn bereits ein Grundstück in der Familie vorhanden ist. Dann lohnt es sich auch, neu zu bauen. Muss man auch das Grundstück kaufen, kommen viele Faktoren ins Spiel, denn nicht immer ist genau dort, wo man die nächsten Jahre oder sein ganzes Leben lang wohnen möchte, ein Grundstück frei oder steht zum Verkauf. Möchte man im Geburtsort verbleiben, besteht natürlich die Möglichkeit, über die jeweilige Gemeinde ein Baugrundstück zu bekommen. Wenn man Glück hat, bietet die Gemeinde ortsansässigen Menschen diese Grundstücke günstiger an als Personen, die zuziehen möchten.


In welchen Schritten erfolgt die Auszahlung?

Wenn man den Bau komplett allein durchführt, erfolgt die Auszahlung in der Regel gegen Vorlage der Rechnungen. Ist also beispielsweise die Bodenplatte fertig und die Rechnung bei Ihnen, geht diese an die Bank mit der Auszahlungsanweisung an den Rechnungssteller. Hier muss allerdings z.B. ein Architekt die Fertigstellung der Bauetappe bestätigen. Auf die in Etappen ausbezahlten Beträge aus dem Gesamtkredit fallen nun auch Zinsen und Tilgung an. Für den restlichen Kreditbetrag verlangt die Bank sogenannte Bereitstellungszinsen.


Wiederverkaufswert unbedingt im Auge behalten

Beim Neubau, den man über eine Baufinanzierung abwickelt sollte man jedoch beachten, dass der Standort der Immobilie den Wiederverkauf ohne große Verluste möglich macht. Hier spielt der Verkehrswert und der Sachwert eine nicht unerhebliche Rolle. Meist kostet ein Neubau bedeutend mehr als der Kauf einer fertiggestellten Immobilie, zumal man ein fertiggestelltes Objekt besser durch einen Gutachter bewerten lassen kann als ein Objekt, das noch nicht steht. Hier also bereits vor Fertigstellung des Neubaus eine aussagekräftige Bewertung zu machen, übersteigt wohl die Fähigkeiten eines jeden Baugutachters.

Alle Eventualitäten einplanen ist 1. Gebot. Viele Bauprojekte, die durchgeführt werden, kommen nicht zur Fertigstellung, weil eine Fehlkalkulation vorliegt. Dieses Problem kann bei der Vergabe an einen Generalunternehmer eher nicht passieren, es sei denn, die Baufirma geht während der Bauphase in Konkurs und kann nicht mehr fertigstellen. Hier sollte man also genauestens darauf achten, dass man sich einen Bauträger wählt, der gute Referenzen aufweisen kann und den es schon viele Jahre gibt. Nutzen Sie hier ruhig das kluge Internet und suchen Sie nach Erfahrungen mit dem jeweiligen Bauträger, die andere Häuslesbauer bereits gemacht haben. Gibt es viele Reklamationen am Bau oder ist alles zur Zufriedenheit des Bauherrn abgewickelt worden.


Klarer Vorteil – Geringere Kaufnebenkosten als beim Erwerb eines fertiggestellten Objektes

Der Vorteil beim Neubau auf einem bestehenden Baugrundstück ist auch, dass die Kaufnebenkosten geringer ausfallen als bei dem Kauf eines fertig gestellten Objekts. Dies liegt daran, dass man lediglich für den Grundstückskauf Erwerbsnebenkosten bezahlen muss und nicht für den Bau des Hauses. Befindet sich das Grundstück im Familieneigentum, entfällt sogar die Grunderwerbssteuer hierfür.


Muss man unbedingt und immer Eigenkapital bei der Baufinanzierung einsetzen?

Ja und Nein. Wird Eigenkapital eingebracht, kann das die monatliche Belastung deutlich sinken. Auch die Zinskonditionen für den Baukredit sind dann wesentlich günstiger. Experten empfehlen ein Eigenkapital von 20 – 30 Prozent für eine Baufinanzierung, damit können die Bau(Kauf-)Nebenkosten abgedeckt werden. Diese betragen je nach Bundesland zwischen 20 – 30 Prozent. Alternativ ist allerdings noch eine Baufinanzierung ohne eigenkapital möglich. Allerdings ändern sich in Deutschland ab Mitte 2017 dazu die Bedingungen. Die Bundesregierung will bis dahin einen neuen Gesetzesentwurf einbringen, der einen Baukredit ohne Eigenkapital nur noch unter bestimmten Punkten ermöglicht. Aktuell lohnt sich eine Finanzierung ohne Eigenmittel vor allem für Menschen, die erst kurz im Berufsleben (also keine Zeit für den Aufbau von Eigenkapital hatten) stehen und bereits jetzt schon viel verdienen.


Zinsbindungsfrist kann Geld sparen

Wer eine Baufinanzierung abschließen möchte, sollte sich zuvor mit der Zinsbindungsfrist auseinandersetzen. Die kann meistens von 5 – 20 Jahren festgelegt werden. Läuft die Bindungsfrist für die Zinsen aus, muss neu verhandelt werden. Alternativ macht es auch Sinn, mit einem neuen Finanzierungspartner zu verhandeln. Die Immobilie ist größtenteils abbezahlt, dadurch sind nun besonders günstige Konditionen möglich. In der Frist jedoch, gilt der vereinbarte Zinssatz. Beim Abschluss stellt sich somit die Frage, ob ich die Zinsen langfristig oder nur kurzfristig festbinden soll. Die Frage lässt sich immer nur im entsprechenden Moment abschließen. Besteht zum Beispiel eine Niedrigzinsphase, mit sehr niedrigen Zinsen, lohnt eine langfristige Zinsbindung zwischen 10 – 20 Jahren. Es ist in diesem Moment wahrscheinlich, dass die Zinsen später (deutlich) steigen werden. Liegen die aktuellen Zinsen hingegen in einem normalen oder sehr hohen Umfeld, kann eine kurzfristige Bindung Sinn machen. Das gilt auch dann, wenn die eigene Bonität nicht so gut ist. Selbst wenn sich diese im Laufe der kommenden Jahre nicht ändern, ist die Immobilie aber zu einem großen Teil bereits abgezahlt, wodurch bessere Zinskonditionen erhältlich sind.


Sondertilgungen vereinbaren

Die meisten Kreditverträge zur Baufinanzierung enthalten heute bereits die Möglichkeit für eine Sonderzahlung. Im Schnitt liegt diese bei 5 Prozent von der Kreditsumme, die pro Jahr strafzinsfrei erfolgen kann. Wer mehr einzahlt, muss mit Strafzinsen rechnen. Teilweise besteht die Option wesentlich mehr als nur die besagten 5 Prozent pro Jahr als Sondertilgung einzuzahlen. Die Zusatzoption ist allerdings nur gegen einen geringen Zinsaufschlag möglich. Wer jedoch keine oder nur unregelmäßige Sondertilgungen leisten kann/will, sollte auf eine Zusatzoption verzichten. Diese verteuert nur die Baufinanzierung. Besteht jedoch die Möglichkeit, weitaus mehr zu leisten oder wird innerhalb der Finanzierungslaufzeit eine größere Summe verfügbar, kann sich diese Option durchaus rentieren.

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Rechtzeitig vor Beginn Forward Darlehen nutzen

Mit einem Forward Darlehen können die Zins-Konditionen für den späteren Kredit, also der Baufinanzierung, bereits jetzt festgelegt werden. Ausgezahlt wird das Darlehen also ernst nach einer bestimmten Vorlaufzeit (zum Beispiel 2 – 4 Jahre). Dabei sichert sich der Kreditnehmer gegen steigende Kreditzinsen ab. Der Aufschlag liegt hier pro Monat um die 0,02 Prozentpunkte. Sinnvoll kann ein Forward Darlehen zum Beispiel dann sein, wenn die Zinsen besonders günstig sind und in naher Zukunft vermutlich wieder deutlich ansteigen werden.